Capitano Graziani Ferdinando, Corpo di Spedizione in Alta Slesia Aufstände in Oberschlesien
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Ein bedeutendes Relikt des italienischen Expeditionskorps in Oberschlesien.

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Iein bedeutendes Relikt des italienischen Expeditionskorps in Oberschlesien.

Es handelt sich um einen Kristallkrug, einen Grappakrug mit Goldrand, in den eine Widmung an Hauptmann Ferdinando Graziani eingraviert ist.

Hauptmann Graziani war Offizier des italienischen Expeditionskorps in Oberschlesien, eines Expeditionskorps der Königlichen Armee, das nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nach Oberschlesien entsandt wurde.

Nach dem Versailler Vertrag entsandte die Interalliierte Kommission am 11. Februar 1920 ein Expeditionskorps aus französischen, italienischen und britischen Truppen nach Oberschlesien, das zu dieser Zeit noch zwischen Deutschland und Polen umstritten war.

Dieses Expeditionskorps hatte die Aufgabe, Gewalt zwischen der deutschen Mehrheit und der polnischen Minderheit zu verhindern, während auf eine Volksabstimmung über die Zuteilung des Gebiets gewartet wurde. Das Gebiet war von Zusammenstößen zwischen deutschen Freikorps und polnischen Militäreinheiten geprägt. 

Das italienische Expeditionskorps, bestehend aus etwa 3.000 Soldaten, blieb von 1920 bis 1922 in der Region und wurde von General Alberto de Marinis Stendardo kommandiert.

Das italienische Kontingent war auf die Städte Groß Strehelitz, Leobschütz, Ratibor und Cosel verteilt, wo sich auch das Kommandozentrum befand. Nach der Volksabstimmung zugunsten Deutschlands am 4. Mai 1921 wurden bei Zusammenstößen mit polnischen Aufständischen 25 italienische Soldaten getötet und 57 verwundet.

Das italienische Kontingent wurde am 9. Juli 1922 abgezogen. Während der zweieinhalbjährigen Mission wurden 50 italienische Soldaten getötet und etwa 100 verwundet.

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